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Glossar

In diesem Wörterbuch finden Sie wichtige Begriffe, die im Zusammenhang mit Rückenbeschwerden immer wieder verwendet werden.

ABCD – E – F – G – H – I – JK – L – MNOP – Q – RST – U – V – W – X – Y – Z

A

Adhärenz

„Als Adhärenz bezeichnet man in der Medizin die Einhaltung der gemeinsam von Patient und Behandler gesetzten Therapieziele im Rahmen des Behandlungsprozesses.“ Quelle: Adhärenz | DocCheck Flexikon

Adipositas

„Adipositas (starkes Übergewicht oder Fettleibigkeit) bezeichnet eine übermäßige Vermehrung des Körperfetts. Das ist gemäß WHO ab einem Body-Mass-Index (BMI) von 30 der Fall. Ob es sich um ein eigenständiges Krankheitsbild handelt oder nur um einen Risikofaktor für Folge- bzw. Begleiterkrankungen, darin sind sich medizinische Expertinnen/Experten nicht einig. Als Ursachen für die Entstehung der Adipositas gelten lebensstil- und umweltbedingte, hormonelle und genetische Faktoren.“ Quelle: Adipositas | Gesundheitsportal

akut

„Plötz­lich auf­tretend und/oder schnell und hef­tig ver­laufend in Be­zug auf Krankheiten und Schmerz. Im Gegen­satz dazu ent­wickeln sich chronische Erkrankungen lang­sam oder dauern lange an.“ Quelle: akut | Pschyrembel Online. Siehe auch subakut, chronisch.

Anamnese

„Mit Hilfe der Anamnese (Krankengeschichte) wird die Vorgeschichte einer Patientin/eines Patienten in Hinblick auf ihre/seine aktuellen Beschwerden erhoben. Die Patientin/der Patient wird in einem Gespräch zu ihrer/seiner Krankheit und ihren/seinen Lebensumständen befragt. Dieses beinhaltet die aktuellen Beschwerden, frühere Erkrankungen und Therapien, die Familien- und Berufsverhältnisse und Fragen zum Lebensstil. Anhand dieser Informationen kann der Arzt/die Ärztin dann gewisse Risikofaktoren abschätzen bzw. eine Verdachtsdiagnose zur aktuellen Krankheit stellen und weitere diagnostische Schritte einleiten. Ist ein direktes Gespräch mit der Patientin/dem Patienten nicht möglich, wird die Anamnese indirekt erhoben, beispielsweise durch ein Gespräch mit Angehörigen (Fremdanamnese).“ Quelle: Krankengeschichte | Gesundheitsportal

B

bildgebende Verfahren

Bildgebende Verfahren erlauben einen Blick in das Innere des Körpers. Dazu zählen z. B. Ultraschall, Röntgen, Computertomographie (CT, Röntgen aus verschiedenen Richtungen) oder das sogenannte MRT (Magnetresonanztomografie oder Kernspin-Tomografie, dabei werden Schnittbilder des Körpers ohne Röntgenstrahlung mittels Magnetfelder erzeugt).

Body-Mass-Index, BMI

„Der Body-Mass-Index (BMI) ist eine Maßzahl zur Beurteilung des Körpergewichts. Er ergibt sich aus Körpergewicht in Kilogramm geteilt durch die Körpergröße in Meter zum Quadrat. Allerdings ist der BMI alleine nur bedingt aussagekräftig, da er nichts über die Körperzusammensetzung der Person aussagt. So können sehr große oder kleine Menschen sowie Menschen mit hohem Muskelanteil einen erhöhten BMI aufweisen und dennoch nicht übergewichtig sein.“ Quelle: Body Mass Index (BMI) – BMI berechnen | Gesundheitsportal

Bore-Out

„Wer an einem sogenannten Bore-out leidet, der leidet an Unterforderung und Langeweile im Job. Für Arbeitnehmende kann es belastend sein, wenn sie das Gefühl entwickeln, dass ihr mögliches Potenzial permanent ungenutzt bleibt. Mit Unterforderung einhergehender Stress kann zu weiteren Problemen führen.“ Die typischen Krankheitszeichen Niedergeschlagenheit, Antriebs- und Schlafstörungen ähneln denen einer Depression, daher sollte eine genau Diagnose erfolgen. Quelle: Kann Langeweile krank machen? | quarks.de. Siehe auch: Burn-out.

Burn-Out

„Der Begriff Burnout kommt aus dem Englischen (‚to burn out‘ = ‚ausbrennen‘) und wurde in den 1970er Jahren von dem New Yorker Psychotherapeuten Herbert Freudenberger geprägt. Nach Freudenberger bezeichnet Burnout einen Zustand totaler Erschöpfung, der unter anderem mit Müdigkeit, Überforderung, Lustlosigkeit und körperlichen Beschwerden einhergeht. […] Es gibt viele Definitionen zu Burnout, die sich auch voneinander unterscheiden. Übereinstimmend in allen Definitionen ist, dass Betroffene ihre Beschwerden auf ihre Arbeitsbelastung zurückführen und davon ausgehen, dass die Beschwerden bei fortbestehenden negativen Arbeitsbedingungen anhalten, aber nach Schaffung einer günstigeren Arbeitssituation abklingen werden.“ Quelle: Burnout | psychenet.de; Siehe auch: Bore-Out.

C

chronisch

„Lang­sam sich ent­wickelnd, lang­sam ver­laufend; im klinischen Sprach­gebrauch ein (psycho­pathologischer) Zu­stand, der sich durch ei­ne per­sistie­ren­de Symptomatik aus­zeichnet. Der gegensätz­liche Be­griff zu chronisch lau­tet akut.“ Quelle: chronisch | Pschyrembel Online; Siehe auch: akut, subakut.

Compliance

„Als Patientencompliance oder auch nur Compliance bezeichnet man die Mitarbeit bzw. Kooperation des Patienten bei einer medizinischen Behandlung, z.B. durch Einhalten von Verhaltensregeln. Die Compliance speziell in Bezug auf die Medikamenteneinnahme bezeichnet man auch als Medikations-Compliance oder ‚Patient Medication Compliance‘. Das Gegenteil der Compliance ist die Noncompliance.“ Quelle: Patientencompliance | DocCheck Flexikon

D

Diagnose

„Die Diagnose (Krankheitsbestimmung) ist die Zuordnung spezifischer Krankheitssymptome zu einer bestimmten Krankheit. Aufgrund der Beschwerden, Symptome und Befunde der Patientin/des Patienten schließt die Ärztin/der Arzt auf eine bestimmte Krankheit. Ist eine eindeutige Zuordnung nicht möglich, wird zunächst eine Verdachtsdiagnose gestellt. Diese wird im weiteren Verlauf der bestätigt oder verworfen.“ Quelle: Krankheitsbestimmung | Gesundheitsportal

J

Jojo-Effekt

„Wissenschaftliche Studien belegen: Kurzzeitige Diäten wirken nicht dauerhaft. Charakteristisch für Diäten ist, dass Abnehmwillige schnell viel Gewicht verlieren. Nach der Diät nehmen sie aber genauso schnell wieder zu, manchmal sogar mehr als sie abgenommen hatten, sobald sie in alte Ernährungsgewohnheiten zurückfallen (sogenannter Jojo-Effekt).“ Quelle: Di­ät­en und Fas­ten | DGE

K

Kalorie

„Die Energie in Lebensmitteln wird auch als Brennwert bezeichnet und in der Einheit Kalorie oder Joule gemessen. Wenn umgangssprachlich von Kalorien gesprochen wird, sind damit eigentlich Kilokalorien (1000 Kalorien) gemeint.“ Quelle: Was sind Kalorien? | gesundheitsinformation.de

Kognitiv

„Kognitiv bedeutet ‚das Denken betreffend‘ bzw. ‚die mentalen Prozesse betreffend‘.“ Quelle: Kognitiv | DocCheck Flexikon

Kognitive Einschränkungen

„Bei kognitiven Störungen haben Personen zeitweise oder andauernd Probleme mit der geistigen Leistungsfähigkeit. Typische Beschwerden sind z. B. zunehmende Vergesslichkeit, herabgesetzte Aufmerksamkeit, Konzentrationsprobleme, Sprachstörungen, Orientierungsprobleme oder Gedächtnisverlust. Kognitive Störungen können nach einer Operation, im Rahmen einer Erkrankung oder im Gefolge eines allgemeinen Abbaus im hohen Lebensalter auftreten.“ Quelle: kognitive Störung | gesundheitsinformation.de

Konsultation

„Be­ratung ei­nes Patienten durch einen Arzt.“ Quelle: Konsultation | Pschyrembel Online

Komorbidität

„gleichzeitiges Vorkommen von zwei oder mehr unterschiedlichen Krankheiten. Eine Patientin/ein Patient ist komorbid, wenn sie/er an zwei oder mehr diagnostisch unterscheidbaren Erkrankungen leidet. Dabei muss keine ursächliche Beziehung zwischen diesen bestehen.“ Quelle: Komorbidität | Gesundheitsportal

körperliche Untersuchung

„Un­mit­tel­ba­re Un­tersuchung des Patienten * der Patientin zur (er­sten) ärzt­lichen Be­fun­der­hebung (kör­per­licher Status) in Zu­sammenhang mit der Anamnese, z. T. un­ter An­wendung von Hil­fs­mit­teln (z. B. Stetho­skop).“ Quelle: körperliche Untersuchung | Pschyrembel Online.

M

MRT

„Die Magnetresonanz-Tomografie (MRT) oder Kernspin-Tomografie ist eine bildgebende Untersuchung, bei der mehrere Schichtbilder erstellt werden (tome, griech. = Schnitt). Die Methode arbeitet mit Magnetfeldern und Radiowellen und misst, wie stark die Wassermoleküle des Körpers durch einen starken Magneten abgelenkt werden. Im Gegensatz zu Röntgenuntersuchungen geht eine MRT mit keiner Strahlenbelastung einher.“ Quelle: Kernspin-Tomographie | gesundheitsinformation.de

N

NVL nicht-spezifischer Kreuzschmerz

Nationale VersorgungsLeitlinie zum Thema Kreuzschmerz. Einer der Standards für Ärzt*innen und gutes Nachschlagewerk für Patient*innen. Herausgegeben vom Ärztlichen Zentrum für Qualität in der Medizin (ÄZQ). Das Programm für Nationale VersorgungsLeitlinien wird getragen von der Bundesärztekammer (BÄK), der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) und der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF).

O

Opiate

„Stark wirksame Schmerzmittel. Opioide (Opiate) sind Arzneimittel, die über Opiatrezeptoren im zentralen Nervensystem (ZNS) wirken. Sie sind sehr stark schmerzhemmend und werden in der Anästhesie und Schmerztherapie angewandt. Zu ihnen zählen etwa Morphin oder Fentanyl. Da sie auch starke Nebenwirkungen (z.B. Blutdruckabfall, Atemdepression etc.) hervorrufen können und auch immer wieder missbräuchlich verwendet werden, unterliegt die Anwendung strengen Regeln.“ Quelle: Opiate | Gesundheitsportal

P

Prävention

„Prävention, genauer: Krankheitsprävention bezeichnet alle Maßnahmen, die auf Vermeidung, Verringerung/Abschwächung oder zeitliche Verschiebung von (Gesundheits-)Störungen abzielen.“ Quelle: Prävention | BZGA

Polypharmazie

„Richtig eingesetzt helfen Medikamente, Krankheiten vorzubeugen, Beschwerden zu lindern und Krankheiten zu heilen. Wer aber wegen vieler Beschwerden dauerhaft behandelt wird, muss oft eine Menge Tabletten schlucken. In der Fachsprache heißt die gleichzeitige Einnahme mehrerer Medikamente Multimedikation oder Polypharmazie. Problematisch dabei ist, dass mit steigender Anzahl der eingenommenen Medikamente auch mehr unerwünschte Wirkungen auftreten.“ Quelle: Medikamente – nehme ich zu viele ein? | Patienten-Information.de 

Prophylaxe

Vorbeugende Maßnahmen, um Erkrankungen oder ein Verschlimmern der Beschwerden zu verhindern.

R

rezidivierend

„Das Wiederauftreten einer Krankheit nach zunächst erfolgreicher Behandlung oder spontaner Verbesserung wird als Rezidiv oder auch Rückfall bezeichnet.“ Quelle: Rezidiv | gesundheitsinformation.de

S

obstruktive Schlafapnoe, Schlaf-Apnoe-Syndrom

„Schlafstörung, bei der die Atmung während des Schlafs immer wieder aussetzt; kurz: OSA. Dadurch wird der Körper nicht ausreichend mit Sauerstoff versorgt. Anzeichen sind unter anderem lautes Schnarchen, Konzentrationsprobleme und Tagesmüdigkeit. Die Krankheit entsteht durch verengte Atemwege, zum Beispiel durch Übergewicht.“ Quelle: OSA | Patienten-Information.de

subakut

„We­ni­ger akut, we­ni­ger hef­tig ver­laufend.“ Quelle: subakut | Pschyrembel Online. Siehe auch: akut, chronisch.

Symptom

„Ein Symptom (symptoma, griech. = Zufall, Begleiterscheinung) ist in der Medizin ein Krankheitszeichen, das auf eine Erkrankung hinweist. Symptome können Beschwerden sein, die Betroffene selbst wahrnehmen, oder Anzeichen, die die Ärztin oder der Arzt durch eine Untersuchung feststellt. Im weiteren Sinne zählen auch durch Messungen erfasste Veränderungen dazu, die durch eine Krankheit oder Verletzung bedingt sind.“ Quelle: Symptom | gesundheitsinformation.de

T

Therapie

„Als Therapie (therapeia, griech. = Pflege, Heilung) wird in der Medizin die Behandlung von Krankheiten, einzelnen Beschwerden oder Verletzungen bezeichnet. Genauer sind damit die einzelnen Maßnahmen zur Behandlung einer Erkrankung gemeint. Diese Maßnahmen umfassen beispielsweise eine Änderung der Ernährungsweise, die Einnahme von Medikamenten, Operationen oder Krankengymnastik. Das Ziel einer Therapie ist Heilung oder zumindest eine Verbesserung der Beschwerden.“ Quelle: Therapie | gesundheitsinformation.de

V

Vorsorgeuntersuchung

„Damit Erkrankungen in einem möglichst frühen Stadium erkannt werden können, bieten die gesetzlichen Krankenkassen ihren Versicherten sogenannte Früherkennungsuntersuchungen – zum Teil auch als ‚Vorsorgeuntersuchungen‘ bezeichnet – an. […] Gesetzlich versicherte Frauen und Männer haben derzeit einen regelmäßigen Anspruch auf Leistungen zur Früherkennung von Herz-Kreislauf-, Nierenerkrankungen und Diabetes mellitus (sog. ‚Check-up‘: Gesundheits-Check-up – Bundesgesundheitsministerium) sowie von bestimmten Krebserkrankungen.“ Quelle: Früherkennung | Bundesgesundheitsministerium. Siehe auch Prophylaxe und Prävention